Jackie Leven

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Rezension: Jackie Leven – Straight Outta Caledonia

Medium
FATEA Magazine
Autor
Mike Davies
Datum
2021
Sprache
Englisch
Zugang
Online

Mike Davies bespricht für das FATEA Magazine die Best-of Straight Outta Caledonia: The Songs of Jackie Leven (School Daze, zehn Titel). Als Leven 2011 an Krebs starb, habe er 26 kommerziell erhältliche Alben hinterlassen (darunter drei als Sir Vincent Lone und das Debüt von 1973 als John St. Field) sowie vier als Chef von Doll By Doll; ein Lieblingslied Davies’ sei „Main Travelled Roads“. Geboren in Kirkcaldy als Alan Moffatt, habe er nie Charterfolge gehabt, aber großen kritischen Respekt und eine treue Gefolgschaft gewonnen.

Es sei überraschend, dass die Retrospektive zehn Jahre brauchte und von einem kleinen unabhängigen Ableger statt von Cooking Vinyl kommt, dem Label, bei dem er seit seinem Solodebüt 1994 unter Vertrag war – nachdem er zwei Jahre lang nach einem Strangulationsversuch 1984 seine Stimme verloren habe, was zur Heroinsucht geführt habe. Der Titel spiele frech auf N.W.A.s Straight Outta Compton an. Angesichts der Menge an Material könne eine einzelne Platte seiner keltischen Folk-Blues-Songwriterkunst, den oft metaphysischen, empathischen Texten voller Tragik und Komik, die er selbst „fairytales for hard men“ genannt habe, und der warmen, whiskyhaften Intimität seines Baritons nicht gerecht werden, doch als Einführung leiste sie hervorragende Arbeit.

Davies geht die Auswahl durch: Der Opener „The Sexual Loneliness Of Jesus Christ“ (aus Creatures of Light & Darkness, 2001, von David Thomas produziert) erzähle in sechs Minuten, beginnend mit Kirchenorgel und Sprachsamples arbeitsloser Glasgower Werftarbeiter, die Bibelgeschichte als die eines sexuell frustrierten, einsamen Mannes. Es folgt der poppige Titelsong aus dem Sir-Vincent-Lone-Album Songs For Lonely Americans (2006), dann „Heartsick Land“ und das filmische „Snow In Central Park“ von The Mystery Of Love Is Greater Than The Mystery Of Death (1994), auf dem Mike Scott und Anthony Thistlethwaite von den Waterboys mitwirken. „Irresistible Romance“ aus Shining Brother Shining Sister (2003) zeige, warum Leven oft als Schottlands Antwort auf Van Morrison galt; „Live Or Die“ erinnere an die Righteous Brothers, deren „You’ve Lost That Loving Feeling“ er auf Defending Ancient Springs gecovert habe. „Some Ancient Misty Morning“ klinge nach Velvet Underground, „Poortoun“ sei eine akustische Kindheitserinnerung an Fife, „Single Father“ eine uptempo Meditation über Verlust und Einsamkeit; den Abschluss bilde das nur 113 Sekunden lange „Dagenham Dream“ vom Spätwerk mit Michael Cosgrave. Davies verwechselt dabei einzelne Alben und Jahre (etwa datiert er Night Lilies auf 1996 und nennt das letzte Album Wayside Shrines and the Dreams of the Travelling Man).

Viele andere Lieder hätte man nennen können – „Call Mother A Lonely Field“, „Men in Prison“, „John Paul Getty’s Silver Cadillac“ –, doch bis die definitive Box komme, tue es diese. 2012 sei bereits eine Zusammenstellung als Heft-CD erschienen (Heroes Can Be Any Size). Es sei höchste Zeit, dass die Welt erkenne, dass Leven ein Riese war.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Surprising then, that it has taken ten years for a retrospective 'Greatest Hits' to see the light of day

Mike Davies über die späte Best-of

as an introduction to those unfamiliar with his work, whether in full rock mode or hushed acoustic minimalism, it does a sterling job.

Davies über den Wert der Sammlung

It's about time the wider world realised that Leven was a giant.

Schlusssatz der Kritik

Quelle