Jackie Leven

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Interviews

En musikalsk helt

Medium
Popklikk (popklikk.no)
Autor
Espen A. Amundsen
Datum
4. September 2020
Sprache
Norwegisch
Zugang
Online

Langes Gespräch aus dem Jahr 2007 in der Bar des früheren Hotel Viking in Oslo, auf Popklikk (wieder-)veröffentlicht. Anlass: das Frühjahrsalbum Oh What a Blow That Phantom Dealt Me! (Titel nach Cervantes), Doll-by-Doll-Neuauflagen und viele Norwegen-Konzerte. Leven erzählt, er arbeite bewusst mit Blues-Ideen, um direkter zu werden, und führe rund 150 kleine rote Notizbücher; was auf ein Album komme, entscheide die Intuition. Melancholie sei ein notwendiger Teil des Lebens (er greift den griechischen Begriff „pothos“ auf), Musik eine Art Therapie; Munchs „Schrei“ zieht sich als Vergleich durch.

Zu Songs: „Another Man's Rain“ gehe auf eine Bahnfahrt nach Bergen zurück, bei der ihn an einem Gletscher Jugenderinnerungen überwältigten; am selben Tag habe er in Bergen eine Niederlage der norwegischen Fußballelf gesehen und in Førde Bertine Zetlitz gehört. „The Kings of Infinite Space“ sei von Bacharach und 70er-Krimiserien (Rockford, Columbo) inspiriert, der Titel von Shakespeare, sein Friseur habe Zeilen beigesteuert. Er preist Judee Sills Heartfood, schrieb einen Song für einen Kevin-Coyne-Tribute und erzählt, er habe Böcklins „Toteninsel“ (Cover von The Mystery of Love) in New York entdeckt; weil das Bild Hitler gehört habe, habe sich das Album in Deutschland unerwartet gut verkauft – eine typische Leven-Pointe. Zur Stimme nennt er Fontella Bass' „Rescue Me“, Doll by Doll sieht er nicht als Punk, sondern neben Dexys und The Pop Group; Gypsy Blood sei das beste Album, ein von Warner verlorenes Album solle mit weiterem Material erscheinen. Norwegisches: ein abgelehnter Whisky in einer Kneipe in Kabelvåg, Staunen über norwegische Trinksitten, Lieblingsautoren Rolf Jacobsen, Olav Hauge und Hamsuns Sult.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Jeg skriver hele tiden.

Leven über seine Arbeitsweise.

Quelle