Interviews
Jackie Leven åpner bluesskrinet
- Medium
- Bluesnews (Nr. 49)
- Autor
- Johnny Andreassen
- Datum
- April 2007
- Seite
- 46
- Sprache
- Norwegisch
- Zugang
- Frei lesbar
Zweiseitiges Gespräch im norwegischen Bluesmagazin anlässlich von Oh What a Blow That Phantom Dealt Me!, geführt, als Leven „auf Blitzbesuch“ in Oslo war, um ein ausverkauftes Konzert im John Dee zu spielen (März 2007). Der Vorspann fasst die Legende zusammen: Doll by Doll 1979 als heißeste Liveband der Londoner Clubs, vier gelobte Alben, danach der Messerüberfall mit aufgeschnittener Kehle, Heroin gegen die Schmerzen, Gründung des Core Trust, in dem Leven sich als einer der ersten Patienten mit Akupunktur und Heilbehandlung selbst kuriert habe. Das Königshaus sei Schirmherr geworden, und Prinzessin Diana habe ihn bei einem Besuch überredet, wieder zu singen. In Norwegen habe Leven ein sehr treues Publikum; der Autor nennt seine Musik „hvit keltisk soul“.
Leven erzählt (Selbstaussage), seine Mutter habe ständig schwarzen amerikanischen Blues gehört; während andere Kinder Elvis hörten, sei er mit Lightnin' Hopkins aufgewachsen, Lieblingsstück „Blues in the Bottle“. Mit dem neuen Album habe er diesen Kasten bewusst geöffnet und eine „unverschleierte“ Bluesstimmung gewollt; er habe immer aus einem Bluesherzen geschrieben. „Childish Blues“ habe nach Tom Waits klingen sollen und klinge nun nach Leon Redbone. Viel moderner Blues sei faul und bedeutungslos; man müsse den Blues in Zusammenhänge der heutigen Welt einarbeiten. Andreassen lobt das Gitarenspiel und die Rolle von Johnny Dowd, der dem Album „Tom-Waits-Dunkelheit“ gebe; Leven deutet an, die englischen Kritiker forderten mehr Zusammenarbeit mit Dowd. Zugleich erscheinen die Doll-by-Doll-Alben erstmals auf CD. Tenor: sehr wohlwollend, der Autor vergleicht das Album mit Chris Reas Blues-Box des Vorjahres.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Jeg hadde en uvanlig barndom.
Jeg synes alltid jeg har skrevet låter fra et blueshjerte
Quelle
Johnny Andreassen · Bluesnews (Nr. 49) · April 2007 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0