Rezensionen
Kritik: Jackie Leven – Elegy for Johnny Cash
- Medium
- Firdaposten (Florø)
- Autor
- anonym (im OCR nicht lesbar)
- Datum
- 8. Oktober 2005
- Seite
- 16
- Sprache
- Norwegisch (Nynorsk)
- Zugang
- Frei lesbar
Die Besprechung in Firdaposten (Florø) vom 8. Oktober 2005, auf Nynorsk, beginnt mit einem Karriereabriss: Leven habe seit den frühen Siebzigern fast durchgehend Musik gemacht, als oder mit John St. Field, Doll by Doll, Concrete Bulletproof Invisible, Sir Vincent Lone und unter eigenem Namen, und doch nie den großen Durchbruch erlebt. Anfang der Achtziger habe das Plattenlabel versucht, ihn zum Popstar zu machen; nach einer Studiosession für das geplante Album sei er jedoch eines späten Abends Opfer blinder Gewalt geworden und beinahe erwürgt worden. Danach seien ihm Sprache und Stimme verschwunden, er habe den Plattenvertrag verloren und lange mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen gehabt, ehe er 1994 mit der EP „Songs from the Argyll Circle“ (so im Text) ein „formidables Comeback“ gegeben habe – da habe man Leven zum ersten Mal so gesehen, wie er seither dastehe.
Die größte Überraschung dieses Albums sei der Aufnahmeort: ausgerechnet Beirut im Libanon. Wer ein von der Umgebung gefärbtes Album erwartet habe, werde enttäuscht; und wer nach dem Titel meine, es klinge nach Johnny Cash, irre sich ebenfalls. Es sei „kein Klagelied auf Cash“, sondern eher eine Hommage an den Produzenten Rick Rubin und an das Klangbild und die Stimmung, die er auf Cashs letzten Platten schuf. Musikalisch sei es „wie üblich“ das, was Leven „keltischen Soul“ nenne; er werde auch als „ein schottischer Van Morrison“ bezeichnet.
Wieder habe Leven eine Handvoll Lieder geschrieben, die lange halten werden, diesmal aber alles in eine zugänglichere Form gelegt – so dass er nun „vielleicht den Durchbruch bekommen kann, den er so absolut verdient“. Und er sei dem Klangbild von Doll by Doll seit deren Auflösung wohl nie so nah gewesen. Höhepunkte seien „Blue Soul Dark Road“ und „King of the Barley“. Die Kritik steht unter der Zwischenzeile „Skotsk avdeling“ („Schottische Abteilung“); Autor und Wertung sind auf der Seite nicht erkennbar.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Dette er ikkje ein klagesong for Cash, det er heller ein hyllest til produsent Rick Rubin og det lydbildet og stemninga han fekk fram på dei siste platene til Cash.
Og han har vel ikkje nokon gong sidan dei blei oppløyst, vore så nær lydbildet han hadde i Doll By Doll.
Quelle
anonym (im OCR nicht lesbar) · Firdaposten (Florø) · 8. Oktober 2005 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0
In der Diskographie
- Elegy for Johnny Cash 2005 · Jackie Leven