Rezensionen
Jackie Leven – Lovers At The Gun Club (Cooking Vinyl/Bonnier Amigo)
- Medium
- Bluesnews (Norsk Bluesunion), Nr. 56
- Autor
- unbekannt (im OCR nicht erkennbar)
- Datum
- September 2008
- Seite
- 1
- Sprache
- Norwegisch
- Zugang
- Frei lesbar
Die Besprechung in Bluesnews (Nr. 56, September 2008), der Zeitschrift der Norsk Bluesunion, nennt Leven den „schottischen Norwegenfreund“ – „mit positivem Vorzeichen“ –, der auf vielen Klubs in Norwegen ein gern gesehener Gast sei. Im November komme er wieder mit Gitarre, seinen oft unordentlichen und löchrigen Hemden und einer Stimme, die „selbst Gott im Himmel in gute Laune versetzen muss“. Das neue Album werde nicht als eines seiner besten in Erinnerung bleiben, sei aber für Anhänger „mehr als gut genug“ und unverzichtbar.
Weggefallen seien die Americana- und Country-Takte, die man bei Elegy For Johnny Cash hören konnte, sowie der Bluesnerv, der auf einigen starken Stücken von Oh What A Blow That Phantom Dealt Me hervortrat. Zu hören sei ein Troubadour „zurück zu den Grundlagen“ und keltischer Liedschreiber: langsam dahinwindende Balladen wie „The Innocent Railway“, die „leicht genialen“ Beobachtungen komischer Alltagssituationen im schleppenden Liedermacherstil von „Fareham Confidential“ und leichte, rollende Folk/Boogie-Momente wie „Head Full Of War“. „Bra hele veien“ – gut den ganzen Weg –, aber nicht besonders spannend oder so magisch wie vieles früher.
Johnny Dowd, „Americana-Schwefelprediger“, sei wie auf dem Vorgänger mit seiner charakterstarken Stimme dabei; der Titelsong, den er am meisten prägt, sei vielleicht das einzige Lied, das später auf Leven-Kompilationen übernommen werde. Dowd erscheint auch im ehrgeizigen, jazzgefärbten „The Dent In The Fender And The Wheel Of Fate“, einer langen, charismatischen Reise durch Americana-Land. Leven singe stellenweise wie Aaron Neville. Persönlich sei der Kritiker am meisten von den gefühlvollen Momenten wie „My Old Home“ angetan, denn niemand singe „weißen Soul“ mit dem schwebenden keltischen Klang so schön wie Leven. Den Schluss bildet der charmante akustische „Olivier Blues“. Die Rezension endet mit der Frage: „Lovers At The Gun Club. Er du en av dem?“
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Det er en mer back-to-basic trubadur og keltisk låtskriver du hører.
Det er ingen som synger det jeg kaller hvit soul med den litt svevende keltiske sounden så nydelig som Jackie Leven gjør på låter som dette.
Bra hele veien, men kanskje ikke spesielt spennende eller så magisk som mye av det Jackie har gjort før.
Quelle
unbekannt (im OCR nicht erkennbar) · Bluesnews (Norsk Bluesunion), Nr. 56 · September 2008 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0
In der Diskographie
- Lovers at the Gun Club 2008 · Jackie Leven