Rezensionen
Lite leven med Leven
- Medium
- Jærbladet (Bryne)
- Autor
- anonym (Jugendseite „Scoopet“)
- Datum
- 10. September 2008
- Seite
- 14
- Sprache
- Norwegisch
- Zugang
- Frei lesbar
Auf der Jugendseite „Scoopet“ der Jæren-Blätter (Jærbladet, 10. September 2008; im Sandnesposten am Folgetag unter „Lite leven med Leven“ abgedruckt) beginnen die Autoren mit dem Satz, der Schotte sei „fast das, was wir eine lebende Legende nennen können“; es fehle nur, dass etwas mehr Hörer den Kerl entdeckten. Dann erzählen sie Levens Lebenslauf, offenbar nach seiner eigenen Darstellung, mit einigen Verdrehungen und OCR-Fehlern: 1950 geboren, nur wenige Nerd-Freunde, kein Schulgenie, aber gut in Englisch und Schreiben. Seine Mutter habe „American black blues music“ gespielt, während die Eltern seiner Freunde zu Elvis Presley summten. In einem lokalen Band-Umfeld spielte er eigene Bluesstücke und wurde für Auftritte neben Archie Fisher und Hamish Imlach beneidet. Eine örtliche Clique habe daraufhin eine „persönliche Vendetta“ gegen ihn begonnen, so schlimm, dass er Fife und Schottland verlassen musste.
In London habe er monatelang von der Hand in den Mund gelebt, denn Straßenmusiker seien Ende der Sechziger kaum akzeptiert gewesen; danach lebte er in Irland, Berlin und Madrid. Sein Debütalbum erschien 1971 unter dem Namen John St. Field, später kam Doll by Doll (1978–1982). 1983, bei Aufnahmen für ein Soloalbum, sei er auf dem Heimweg aus dem Studio überfallen und fast erwürgt worden, habe monatelang weder sprechen noch singen können und Plattenvertrag, Freunde und Fassung verloren. Er sei in psychisches Ungleichgewicht geraten und heroinabhängig geworden und habe „sein eigenes Höllenleben in Isolation“ fast ein Jahr lang geführt. Ab 1985 habe er sich chinesischer Fünf-Elemente-Akupunktur und „psychic healing“ zugewandt und CORE Trust mitgegründet, der in London weiterhin tätig sei; die Autoren nennen ihn „Manager“ und im Vorstand. Prinzessin Diana habe das Projekt gesegnet und großes Interesse gezeigt.
Leven sei in den letzten Jahren mehrfach in Norwegen gewesen, habe sich einen soliden Namen gemacht und wirke wie ein ernsthafter Liedermacher mit einem Zwinkern. Die Autoren haben ihn dreimal live gesehen und ein „faszinierendes Interview“ geführt; zwischen den Songs spreche er bereitwillig mit dem Publikum, und „Räubergeschichten“ gehörten dazu. Das neue Album sei, wie erwartet, das eines Liedermachers „mit etwas mehr Seele, Ehrlichkeit und Gewicht als viele andere“: „Man muss ein hartes Leben leben, um eine solche Stimmung auf Platte zu bekommen.“ Einige Lieder seien „etwas zu dröge“, am besten gefielen ihnen das Titelstück und „To Whom It May Concern“. Fans von Bruce Springsteen, Johnny Cash und Troubadouren mit Glaubwürdigkeit fänden hier ihre Favoriten; Leven wende sich eher an ein reiferes Publikum, könne aber auch Jüngere ansprechen.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Jackie Leven fra Skottland er nesten hva vi kan kalle en levende legende. Det eneste som mangler, er at litt flere lyttere oppdager fyren.
Man skal leve et hardt liv for å få frem en slik stemning på plate.
Vi syns at noen låter blir litt for dølle, og vi liker best tittelkuttet og To Whom It May Concem.
Quelle
anonym (Jugendseite „Scoopet“) · Jærbladet (Bryne) · 10. September 2008 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0
In der Diskographie
- Lovers at the Gun Club 2008 · Jackie Leven