Interviews · Ausgewählt
Spirituell bergensvenn
- Medium
- Bergensavisen
- Autor
- Frank Johnsen
- Datum
- 26. Oktober 1998
- Seite
- 27
- Sprache
- Norwegisch
- Zugang
- Frei lesbar
Gespräch nach Levens Kurs „gitarrenbasiertes Songwriting“ für lokale Musiker bei Hagstrøm (Ole Blues mit Norsk Musikkråd). Leven erzählt, er habe 1967 in Bergen sein professionelles Debüt gegeben, zusammen mit einer amerikanischen Gospelsängerin, und sich sofort in die Stadt verliebt; ihre „spirituelle Aura“ sei wie Heimkommen und erinnere ihn an eine kleine Stadt an der schottischen Westküste, in der er lange lebte. Tourneen seien für ihn normalerweise nur Arbeit – außer in Bergen, wo er sich immer einen freien Tag nehme. Am Freitag komme er mit den „virtuosen The Celtic Soulmen“ ins Garage, den einzigen Ort, an dem er in Bergen spielen wolle. Das Konzert in Førde am Vortag sei „etwas wild“ gewesen, die meisten Gäste betrunken.
Was aus dem geplanten Livealbum des Doll-by-Doll-Konzerts im Garage 1997 wurde, weiß Leven nicht – er habe die Sache vergessen, und es bedeute ihm nicht viel, so viele Leute schnitten seine Konzerte mit. Er tourt am liebsten allein: In Bands werde immer einer depressiv und stecke die anderen an, bis keiner mehr mit dem anderen rede.
Aus dem Seminar: Bilder seien das Wichtigste, deshalb trage er stets ein Notizbuch bei sich; man solle mit dem Herzen schreiben und nicht analysieren. Er erlaube sich bewusst nur ein Klischee pro Lied, warnt vor „biblischen“ Bildern wie Wüsten und schlägt drastisch interessantere Alternativen vor; amerikanische Countrysänger nutzten so viele Klischees, dass es surreal und dadurch spannend werde (k. d. lang). Bildtext: Leven spielt eine 58 Jahre alte Gitarre, die Doc Watson gehört habe.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Det er som å komme hjem.
Jeg bruker bevisst kun en klisjé per sang.
Quelle
Frank Johnsen · Bergensavisen · 26. Oktober 1998 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0