Jackie Leven

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Interviews

Terapeutisk Jackie Leven

Medium
Haugesunds Avis
Autor
Haakon Larsen
Datum
2. Mai 1996
Seite
22
Sprache
Norwegisch
Zugang
Frei lesbar

In Oslo geführtes Gespräch des NTB-/Arbeiderbladet-Kritikers Haakon Larsen anlässlich von The Argyll Cycle Vol. 1. Larsen erzählt einleitend die bekannte Geschichte – Würgegriff vor 13 Jahren, Heroinabhängigkeit, die Frau, die mit dem Leibwächter des Dalai Lama verschwand, Rückkehr nach Schottland. Die zwölf Lieder des Albums stammen laut Artikel alle aus der zweiten Hälfte der 1980er; vier davon waren schon auf den beiden Vorgängeralben. Der Rest wäre ohne das Drängen von Fans, die mehr aus seiner Rekonvaleszenzzeit hören wollten, unveröffentlicht geblieben; ein zweiter und letzter Teil sei für Ende 1997 zu erwarten.

Leven sagt selbst, das Songschreiben habe ihm damals als Therapie gedient; er sehe sich eher als Soulsänger, „seelenvoll“ treffe es besser als „spirituell“, weil seine Musik meist traurig sei – im gemeinsamen Erleben der Melancholie liege Kraft. Larsen beschreibt ihn als ruhig und beherrscht, lobt seine Melodik und die „graziöseste Croonerstimme diesseits von Scott Walker“ und meint, Käufer von Van Morrison oder Mark Knopfler könnten ihn mögen. Erwähnt werden das erste Album von 1971 und Doll by Doll als „new wave“-Band ab 1979.

The CORE Trust wird als Londoner Stiftung beschrieben, die mit Akupunktur, Poesie, Musik und Rhythmik arbeite und (laut Artikel) von Eric Clapton, Pete Townshend und anderen Rockgrößen finanziert werde. Zum Zeitpunkt des Artikels war Leven in Bergen, um einen Songwriting-Kurs für lokale Musiker zu leiten und beim Festival Ole Blues als Abschluss einer kürzeren Norwegentournee mit dem irischen Troubadour Andy White aufzutreten.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

På den tiden fungerte låtskrivingen som terapi for meg

Leven über die Argyll-Lieder.

Det kan gi styrke å søke fellesskap i melankolien

Leven über seine traurige Musik.

Quelle

Haakon Larsen · Haugesunds Avis · 2. Mai 1996 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0