Jackie Leven

← Alle Stimmen

Interviews

Interview und Konzertbericht: Jackie Leven auf Dikselen, Haugesund (Bildzeile „Opp fra rennesteinen“)

Medium
Haugesunds Avis
Autor
Roar Eskild Jacobsen (Text), Alfred Aase (Foto)
Datum
9. April 2010
Seite
33
Sprache
Norwegisch
Zugang
Frei lesbar

Gespräch und Kurzbericht zum Auftritt am Vorabend (08.04.2010) im Haugesunder Lokal Dikselen, dem Auftakt der Norwegen-Tour 2010. Leven spielte vor einem „bewussten und marginalen“ Publikum Material vom gerade erschienenen Gothic Road sowie ältere Lieder wie „Big Tears“. Der Autor erinnert daran, dass an gleicher Stelle 1984 The Pogues mit Elvis Costello als Tontechniker aufgetreten seien.

Leven sagt, er reise durch Norwegen, um das Land zu sehen; Freunde in London trauten sich kaum aus der Stadt. Leute beneideten ihn um sein „interessantes Leben“ – ein Missverständnis, sein Leben habe etwas „filmisch Schlechtes“. Sein Publikum beschreibt er als Menschen, die selbst denken und sich keinen Lebensstil verkaufen lassen; in England kämen viele junge Leute. Der Artikel fasst die Biografie zusammen (Doll by Doll 1978–1982 ohne Mainstream-Erfolg; Freundschaft und Zusammenarbeit mit Ian Rankin, Glen Matlock und Frank Black) und schildert den Überfall auf dem Heimweg vom Studio während der Arbeit am ersten Soloalbum: zwei Jahre ohne Stimme, psychische Probleme, Isolation und Heroin. Leven nimmt die Schuld als Selbstaussage teilweise auf sich – er sei betrunken gewesen und trotz Warnung der Techniker allein gegangen; er sei daran erwachsen geworden. Über sein Label meint er, Indie-Firmen seien nicht besser als andere und hätten ihn ohne Zögern fallen gelassen, er müsse also etwas richtig gemacht haben. Gothic Road wird als 16. Soloalbum vorgestellt; Dagbladets Kritiker Fredrik Wandrup gab fünf Augen.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Mitt liv har noe filmatisk dårlig over seg

Leven über den Mythos seines Lebens.

Jeg ble voksen av det

Leven über den Überfall.

Quelle

Roar Eskild Jacobsen (Text), Alfred Aase (Foto) · Haugesunds Avis · 9. April 2010 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0