Jackie Leven

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Rezensionen

SIR VINCENT LONE – Troubadour Heart (Kritik)

Medium
Bluesnews (Notodden), Nr. 63, Februar 2010
Autor
Johnny Andreassen
Datum
Februar 2010
Seite
67
Sprache
Norwegisch
Zugang
Frei lesbar

Die Kritik in Bluesnews, Nr. 63 (Februar 2010), ist ein Text von Johnny Andreassen (die Zuordnung ist durch die Spaltenmischung im OCR nicht ganz sicher). Jackie Leven, heißt es, veröffentliche von Zeit zu Zeit Platten unter seinem eigenen Alias Sir Vincent Lone. Der erste Anlass sei gewesen, den „politisch und sozial engagierten“ Liedern, die er „auf dem Kistenboden“ hatte, einen musikalischen Kanal zu geben; Lieder, die nicht so aufwendig produziert wurden, sondern „ganz andere und wagemutigere Formen unter Säurebad und Arrangements“ erhielten, in einem Geist, den er manchmal mit seinem alten Partner David Thomas teile, wenn sie als Ubudoll auftreten. Der Name Ubudoll spiegle ihre Herkunft von Doll by Doll beziehungsweise Pere Ubu, aber es bleibe bei den Namen – Ubudoll habe nie eine Aufnahme veröffentlicht. „Das hat Sir Vincent Lone glücklicherweise.“

Troubadour Heart sei eine „persönlichere Version von Jackie Leven“. Das Cover zeigt den Eingang des Londoner Folkclubs The Troubadour, zu dem Leven seit über dreißig Jahren immer wieder zurückkehre – „das einzige Kaffeehaus in Earls Court aus den Fünfzigern“. Mit „Rove on Wraith of Raith“ als einem der schönsten Stücke ähnle Sir Vincent Lone „mehr und mehr einer abgespeckten Ausgabe von Jackie Levens Volkslied und keltischem Soul“; die Schotten seien nicht für amerikanisch inspirierte Singer-Songwriter und Gospel bekannt, Leven sei „nie mit seinen Landsleuten in der Herde gegangen“. Leven sei fasziniert von exzentrischen Songschreibern wie Robert Fisher (Willard Grant Conspiracy) bis Johnny Dowd; mit Fisher, Dowd, Thomas und Mike Scott habe er schon zusammengearbeitet.

Das Urteil: „Eine feine Platte, um ein bis zwei Stunden allein zu sein. Qualitätszeit nennt man es, mit sich selbst allein zu sein.“ Man müsse die Tür nicht hoch und das Tor nicht weit machen, denn dieser Künstler erreiche alle, die wirklich zuhörten. Im Verhältnis zum Alias gelte aber: „Wähle immer ein Jackie-Leven-Album statt eines Sir-Vincent-Lone-Albums“, falls man mit je einem in der Hand vor der Qual der Wahl stehe, denn Leven habe auf den Sir-Vincent-Lone-Alben eine niedrigere Schwelle dafür, was er sich erlaubt – „das hat auch seinen Charme“.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Sir Vincent Lone begynner mer og mer å ligne på en strippet utgave av Jackie Levens visesang og keltiske soul.

Andreassen über das Alias.

Troubadour Heart er en fin plate å være alene med en time eller to. Kvalitetstid kalles det å være alene med seg selv.

Andreassen zum Urteil über das Album.

Men i forhold til dette aliaset skal du alltid velge et Jackie Leven-album foran et Sir Vincent Lone-album.

Andreassen zur Wahl zwischen den beiden Namen.

Quelle

Johnny Andreassen · Bluesnews (Notodden), Nr. 63, Februar 2010 · Februar 2010 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0

In der Diskographie