Porträts
British rock's lost masterpiece
- Medium
- The Daily Telegraph
- Autor
- Neil McCormick
- Datum
- 12. April 2007
- Sprache
- Englisch
- Zugang
- Bezahlschranke
Neil McCormick nimmt die Wiederveröffentlichung aller vier Doll-by-Doll-Alben bei Rhino zum Anlass, „Gypsy Blood“ (1979) zum verlorenen Meisterwerk des britischen Rock zu erklären: breitwandig, vom Zarten zum Erschreckenden kippend, mit Levens zwischen Bariton und Falsett gleitender Stimme; er vergleicht die Wirkung mit „Dark Side of the Moon“, „Forever Changes“ und „The Bends“. Das Album sei bei dem kleinen Label Automatic mit guten Kritiken und kläglichen Verkäufen erschienen; die Band habe sich mit ihrer streitlustigen Haltung selbst geschadet, viele Feinde gehabt und nach dem Flop das Label gewechselt. Die Mastertapes seien verloren, manche Reissues von Vinyl gemastert. Leven spricht (Selbstaussage) über die Band als Zusammenschluss traumatisierter Menschen (Jung-Zitat zur „matching psychic disturbance“), über den Anspruch, die definitive Band ihrer Zeit zu sein, und über die selbstgewählten Images, die Türen verschlossen hätten. Es folgen der Überfall nach dem Bandende (18 Monate ohne Stimme), Heroin, die Heilung durch Akupunktur und „psychic healing“, die Gründung des Core Trust 1985 und Anekdoten über Prinzessin Diana, die ihn zum Singen gedrängt habe. Zum Schluss: Jo Shaw baue heute Hightech-Studios (u. a. für Mark Knopfler und Paul Allen), David McIntosh sei Töpfer und Möbelbauer. Tenor: hymnisch.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
like the Dead Sea Scrolls of rock
we were architects of wrongness