Jackie Leven

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Rezensionen

Sir Vincent Lone – Songs For Lonely Americans

Medium
Musikexpress
Autor
Peter Felkel
Datum
September 2006
Sprache
Deutsch
Zugang
Online

Peter Felkel eröffnet seine Kritik mit Levens Erzählung, die ihm „viel zu schön“ erscheint, um sie nicht zu erzählen. Vor zwei Jahren, sagt Leven, habe er gemerkt, dass er viel mehr Lieder schrieb, als er je aufnehmen und veröffentlichen könne, zumal man heutzutage nur alle 18 Monate ein Studioalbum herausbringe. Weil er ein genialer Schreiber sei, habe ihn das geärgert, und er sei zu Martin Goldschmidt, dem Chef seines Labels, gegangen, um zu fragen, ob er mehr Platten machen dürfe. Goldschmidt habe Nein gesagt. Leven habe auf die Beatles verwiesen, die vier Alben in einem Jahr veröffentlichten, ohne dass jemand von zu viel gesprochen hätte. Darauf Goldschmidt: „Jackie, es ist nicht mehr 1967, und du bist nicht die Beatles.“ In diesem Moment, so Felkel, sei Sir Vincent Lone geboren worden, Levens Alter Ego.

Das Debüt Songs for Lonely Americans klinge, „Überraschung!“, natürlich exakt wie Jackie selbst: wieder der einigermaßen einzigartige Mix aus Pop und Poesie, Folk und Soul, wie man ihn von Forbidden Songs of the Dying West, Fairytales for Hard Men und den anderen „wunderhübschen“ Leven-Alben kenne. Der Opener „Moscow Train“ sei ein typischer, die Herzen im Sturm erobernder Song, Folk mit einer Art Hip-Hop-Beat und Synthesizer-Zischeln. Das Protestlied „The War Crimes of Ariel Sharon“ nerve dagegen schon beim zweiten Hören, „Straight Outta Caledonia“ könne glatt von „einer Pfeife wie Chris de Burgh“ stammen, das unheimliche „Balamory Death Chant“ töne wie ein gregorianischer Choral, und die übrigen Songs schimmerten in stiller Gitarrenpracht und betörten mit feinen Melodien.

Fazit: Viel Unvergessliches vermöge Sir Vincent Lone dem Klangkosmos des „Masters Leven“ aber nicht hinzuzufügen. Veröffentlichung: 8. September 2006. (Andere Quellen schildern die Herkunft des Pseudonyms abweichend.)

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Jackie, es ist nicht mehr 1967, und du bist nicht die Beatles.

Martin Goldschmidt, von Leven wiedergegeben

Weil ich ein genialer Schreiber bin, fand ich das ziemlich ärgerlich.

Leven über seinen Schreibstau

Wir haben es demnach wieder mit jenem einigermaßen einzigartigen Mix aus Pop und Poesie, Folk und Soul zu tun, wie man ihn von Forbidden Songs of the Dying West kennt

Felkel über das Album

allzu viel Memorables indes vermag Sir Vincent Lone dem Klangkosmos Master Levens nicht hinzuzufügen

Felkels Fazit

Quelle

In der Diskographie