Jackie Leven

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Interviews

Jackie Leven und das Small World Orchestra eröffnen die Union Scene (Bildzeile „LITEN VERDEN

Medium
Drammens Tidende
Autor
anonym (im OCR nicht lesbar)
Datum
20. September 2005
Seite
42–43
Sprache
Norwegisch
Zugang
Frei lesbar

Drammens Tidende kündigt Jackie Levens Auftritt zur Eröffnung des neuen Kulturhauses Union Scene am Samstag (24. September 2005) an. Dagbladet habe ihn vor ein paar Jahren „Schottlands Antwort auf Van Morrison“ genannt. Mit dem Perkussionisten Eivind Kløverød aus Vestfossen, einem griechischen Geiger und einem englischen Keyboarder und Trompeter ist Leven nach eigener Aussage so gespannt wie seit seinen Tourneen mit Doll by Doll Ende der Siebziger nicht mehr. Es sei ein tolles Gefühl, ein Kulturzentrum wie die Union Scene einweihen zu dürfen; zuletzt habe er dort beim Festival Working Class Hero gespielt.

Die Idee zum Small World Orchestra, so Leven, sei in Drammen entstanden. Bei seinem früheren Auftritt habe er ein Lied über eine Zugfahrt von Drammen nach Bergen gespielt, seine erste Fahrt in Norwegen, als Kløverød „frech und frei“ auf die Bühne kam, sich neben ihn setzte und mitspielte. „Zuerst dachte ich: ‚Who the f… is this bastard?!‘ Dann fing Eivind an zu spielen. Er war so gut, dass ich Hals über Kopf verliebt war.“ Kein Mitglied des Orchesters habe je zuvor zusammen gespielt, es bleibe nur ein Vormittag zum Einspielen, doch bei solchen Musikern sei er nicht im Geringsten ängstlich; es sei erst das zweite Konzert in der Geschichte der Band, dazu in Drammen, wo die Idee entstand.

Der Artikel verweist auf das neue Album Elegy for Johnny Cash, das Levens starke Stellung in Deutschland festige – dort tourt er im November mit Kløverød und dem Orchester – und in Norwegen der endgültige Durchbruch werden könne. Leven sagt, er habe das Cash-Gefühl nicht vorhergesehen; es sei gekommen, nachdem ihn das Video zu „Hurt“ bezaubert habe. Früher habe er Cash nicht besonders gemocht, doch in dessen letzten Aufnahmen habe er ein Gefühl gefunden, das ihm half, mit dem Tod seines eigenen Vaters klarzukommen. Dann habe er Bilder gesammelt, als stammten sie aus Cashs Leben, die zum Lied „Elegy for Johnny Cash“ wurden. Zum Hintergrund schreibt der Artikel, Leven habe bis Mitte der Achtziger eine „besondere und charismatische“ Rockband geleitet, bis er in London unprovoziert überfallen wurde und glaubte, nie wieder singen zu können. Zehn Jahre später habe Prinzessin Diana seine Zweifel zerstreut, indem sie verlangte, dass er für sie singe – in Drammen stehe er nun mit seiner ersten Band seit zwanzig Jahren.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Først tenkte jeg: «Who the f . . . is this bastard?!» Så begynte Eivind å spille. Han var så god at jeg ble pang-forelsket.

Leven über den Moment, als Eivind Kløverød unangekündigt auf die Bühne kam.

Jeg forutså ikke denne Johnny Cash-følelse. Den kom av seg selv etter at jeg hadde sett og blitt bergtatt av hans video til «Hurt».

Leven zur Entstehung von Elegy for Johnny Cash.

Quelle

anonym (im OCR nicht lesbar) · Drammens Tidende · 20. September 2005 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0