Interviews
Jackie Leven – Der Tod der Träume
- Medium
- Gaesteliste.de
- Autor
- Ullrich Maurer
- Datum
- 6. Februar 2003
- Sprache
- Deutsch
- Zugang
- Online
Langes Interview zu „Shining Brother Shining Sister“ (2003). Leven erklärt die Auswahl der Gäste, die Gedichte vortragen: David Thomas liest Rilke, Ron Sexsmith ein Gedicht von E. E. Cummings am Ende von „My Philosophy“; man müsse vorsichtig sein, wem man welchen Text gebe. Auf dem Album sind auch ehemalige Doll-by-Doll-Kollegen dabei. Ausführlich spricht er über „Savannah Waltz“, das auf einer Serie kraftvoller, „kinematischer“ Träume von einer alten, würdevollen Frau beruhe, die auf einen männlichen Engel warte; die Traumwelt sei für den Westen eine verlorene Welt (Selbstaussage). Über den Dealer Dusty in „Heroin Dealer Blues“ sagt er, nicht er suche sich die Figuren aus, sie fänden ihn; die Gesellschaft reiche Verantwortung nach unten durch. Gute Kreativität habe heilende Qualität (Beispiel Chet Baker), aber niemand kaufe CDs deswegen. „My Philosophy“ handle von der Zeit, als sein Leben zerfiel: Er habe sich in der U-Bahn-Station Marylebone mit Zeitungen verkrochen, bis zwei freundliche Polizisten fragten, ob alles in Ordnung sei; er antwortete, er arbeite an seiner Philosophie – das Zeichen, weiterzumachen (Selbstaussage). Außerdem: Lob von Klischees und Euro-Pop („die Musik in den Lifts“), Produktion von Michael Weston Kings Album, Tourankündigung mit Richard Thompson und Midnight Choir, begleitet von „Michael Cosgrove“ [sic].
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Ich habe Freunde, die in der Psychologie arbeiten
Ich mag Euro-Pop.