Interviews
Jackie Leven: 'Nelle canzoni cerco frammenti di poesia'
- Medium
- Rockol
- Autor
- anonym
- Datum
- 3. Februar 2003
- Sprache
- Italienisch
- Zugang
- Online
Das Mailänder Gespräch begleitet „Shining Brother Shining Sister“. Leven erläutert, weshalb er Gedichte und rezitierende Gäste in seine Aufnahmen einbezieht. Er unterscheidet dabei seine Liedtexte von eigentlicher Lyrik: Poesie finde sich nach seiner Einschätzung nur stellenweise in seinen Songs. Die Begeisterung für literarische Sprache verbindet er mit einer Kritik am damaligen Rock.
Leven nennt Fontella Bass und Feodor Chaliapin als frühe Anregungen. „Heroin Dealer Blues“ erklärt er als Versuch, sich Randy Newmans Kunst anzunähern. Die Geräuschkulisse von „Classic Northern Diversions“ führt er auf Zugreisen zurück; auch „Irresistible Romance“ verbindet er mit Beobachtungen unterwegs. Das sind Auskünfte des Songwriters zu seiner Arbeit, keine unabhängig geprüften Entstehungsprotokolle.
Weitere Themen sind sein Interesse an Musik, die Taxifahrer hören, und das Pub als öffentlicher Ort der Begegnung. Den Neruda-Bezug des Albumtitels erläutert er ausdrücklich vor dem Hintergrund des drohenden Irakkriegs und der Menschlichkeit der dort lebenden Menschen. Am Ende nennt die Redaktion fünf geplante Italienkonzerte im März 2003. Ein Autor ist in der sichtbaren Fassung nicht ausgewiesen.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.