Interviews · Ausgewählt
'I am an abject failure'
- Medium
- The Guardian
- Autor
- John Aizlewood
- Datum
- 26. Juli 2001
- Sprache
- Englisch
- Zugang
- Online
Gespräch bei einem Pint im Bahnhof Marylebone. Aizlewood beginnt mit Levens jährlichem Ritual: Jedes Frühjahr fahre er mit Schlafsack, ein paar Büchern und wenig Geld zu einem zufällig gewählten Landbahnhof und wandere los, um seine Aggressionen abzulaufen. Es folgen Stationen der Biografie, teils nur hier so erzählt: Sohn eines Teppichlegers aus Fife, Arbeit in einer Raketenfabrik, mit 16 verheiratet, mit 17 von einer Bande aus dem Viertel vertrieben, Landarbeit von Cornwall bis Glasgow, Anfang der 70er in Francos Madrid, wo Control angeblich als einziger Ort leicht erhältlich war. Doll by Doll („Dull By Dull“ bei Gegnern), 1983 der Angriff in der Market Street in Islington mit Schnitt durch die Kehle, Verlust des Falsetts, Heroin, Entzug, CORE Trust (diskret von Prinzessin Diana unterstützt); die Partnerin und CORE-Mitgründerin sei mit dem Leibwächter des Dalai Lama durchgebrannt. Leven habe sich inzwischen aus der Leitung des Trusts zurückgezogen und lebe mit Debbie in Hampshire, die ihm „80/20“-Organisation beibringe. Creatures of Light & Darkness verarbeite den Tod seines Vaters im Vorjahr. Leven nennt sich halb amüsiert „an abject failure“, lehnt einen Crossover nach Art von David Gray ab, beschreibt die Strapazen langer Deutschlandtourneen und seine Reserve unaufgenommener Songs. Tenor: sympathisch, mit Bedauern über die geringe Anerkennung.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
I'm a nutter magnet because I'm a former nutter
I'm comfortable down among the dead men