Jackie Leven

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Rezensionen

Jackie Leven – Creatures of Light & Darkness (Cooking Vinyl)

Medium
The Independent
Autor
Andy Gill
Datum
5. Juli 2001
Sprache
Englisch
Zugang
Webarchiv

Andy Gill bespricht das Album am 5. Juli 2001 im Independent und sieht darin „ein weiteres feines Angebot“, das auf dem (künstlerischen) Erfolg von Defending Ancient Springs aufbaue und weitgehend dieselben Musiker versammle. Er nennt David Thomas („Ubu-Mann“, also von Pere Ubu), den früheren James-Trompeter Andy Diagram und den früheren Christians-Sänger Henry Priestman.

Levens wiederkehrende Interessen – Poesie, Menschen, ein geschärfter Ortssinn – bestimmten das Album, besonders die Überlegungen zu Geschlechterunterschieden und zu Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. „Hidden World Of She“ und „Billy Ate My Pocket“ (darin werden die Seitensprung-Neigungen des Erzählers auf unheimliche Weise durch den Biss eines Pferdes enthüllt) besäßen die mythenbildende Kraft traditioneller Folk-Formen. „My Spanish Dad“ feiere schlicht und bewegend kleine, aber bedeutsame gemeinsame Momente mit Levens verstorbenem Vater.

Bei den Arrangements hört Gill den vertrauten, folkigen „Caledonian Soul“, den Leven zu seinem eigenen gemacht habe. In „Rainy Day Bergen Women“ verleihen Michael Cosgraves Akkordeon und David Thomas' Melodeon Wärme und Geheimnis; Thomas' Hustenanfall und Blicke auf die titelgebenden Frauen verdichteten sich dort zu einer ganzheitlichen Ahnung vom Tod von Levens Vater. Das auffälligste Stück sei aber „The Sexual Loneliness of Jesus Christ“, ebenfalls ein Vater-Lied, in dem der Heiland seine wesentliche Einsamkeit beklagt, die trotz seiner scheinbar unbegrenzten Kräfte bleibt. Die Kritik ist insgesamt deutlich positiv.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Another fine offering from Leven, building on the (artistic) success of last year's Defending Ancient Springs, and utilising much the same group of musicians

Andy Gill zum Gesamteindruck

“My Spanish Dad” simply and movingly celebrates small but significant moments shared with his late father.

Gill über das Lied über Levens Vater

perhaps the most striking of the album's songs is another paternal rumination, “The Sexual Loneliness of Jesus Christ”, wherein the saviour laments his essential solitude, which persists despite his apparently limitless powers.

Gill über das auffälligste Stück des Albums

Quelle

In der Diskographie