Jackie Leven

← Alle Stimmen

Interviews · Ausgewählt

Jackie Leven: Always look on the dark side of life

Medium
The Independent
Autor
Gavin Martin
Datum
28. Juni 2001
Sprache
Englisch
Zugang
Webarchiv

Interview in einem Londoner Pub („Railway Tavern“) wenige Tage vor dem Erscheinen von Creatures of Light and Darkness (3. Juli 2001), das Martin als 21. Album einer 30-jährigen Laufbahn zählt. Leven erzählt, er habe in Glenrothes als Schüler den Aufsatzwettbewerb des Scottish Round Table gewonnen (Thema: Berufswunsch – er wollte mit der Gitarre um die Welt ziehen), kurz bevor er als erster Schüler des Landes wegen Drogenbesitzes von der Schule flog. Der Albumtitel gehe auf eine Kindheitsfahrt in den Kohleschacht mit Bergleuten zurück. Es folgen LSD-Jahre, Madrid unter Franco, das geteilte Berlin, Doll by Doll als „Niederlage“, an der er noch trage, der Überfall 1983 mit Verlust des Falsetts, Heroin gemeinsam mit der damaligen Freundin und daraus der CORE Trust (finanziert von Shirley Porters Westminster Council, unterstützt von Prinzessin Diana). Leven erzählt, Diana habe ihn nach einem Benefiz-Lunch zum Singen aufgefordert – sein Weg zurück in die Musik; später habe er auch für den alten Laurence Olivier gesungen. Er erläutert „The Sexual Loneliness of Jesus Christ“ (Mininggemeinde mit 14 Kirchen und einem Pub, angeblich höchste männliche Suizidrate Europas, Stimmen entlassener Werftarbeiter), seine Studiomethode, Musikern die anderen Spuren vorzuenthalten, den eigenen Whisky „Leven's Lament“ und ein Bly-Männertreffen in den Highlands zum Thema Trauer. Tenor: respektvoll, mit Sinn für Levens Widersprüche.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

you should know a man by his defeats, and that was definitely mine

Leven über Doll by Doll.

Quelle