Interviews
Berøst Leven – Bergensvenn rocker Stundik'en i kveld
- Medium
- Bergensavisen
- Autor
- Tore Bø
- Datum
- 1. März 2000
- Seite
- 27
- Sprache
- Norwegisch
- Zugang
- Frei lesbar
Vorbericht zum Konzert am selben Abend im Den Stundesløse („Stundik'en") mit Interview. Leven (49) sagt, er habe Glück: Niemand steuere ihn, er sei bei einer kleinen Firma, die ihn machen lasse – ganz anders als bei Van Morrison oder Bob Dylan, über denen immer jemand stehe. Die Kritiken zu Defending Ancient Springs seien überwältigend; Rolf Sejersted, der ihn wieder nach Norwegen geholt habe, sehe ihn vor dem großen Durchbruch, und ein großes amerikanisches Label habe ihm einen Vertrag angeboten – „dann ist es wohl vorbei mit der Freiheit".
Auf die Frage, ob „The Working Man's Lovesong" von der Schließung der Werft in Laksevåg handeln könnte, antwortet Leven, er glaube, alles gehe im Kreis. Seine Lieder seien eher Freude darüber, etwas Gutes erlebt zu haben, als Blues; er teile eine afrikanische Sicht auf den Tod als Wiedersehen mit den Vorfahren. Inspiration: Dichter, Philosophen, Chet Baker, R. L. Burnside, Johnny Dowd und „David Munyan", der ihn zu „Single Father" inspiriert habe. Man solle seine Musik nicht zu Tode analysieren, sondern die Bilder sehen. 50 zu werden fühle sich gut an, jung sein habe er nie gemocht.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Det er ikke lett å være Van Morrison eller Bob Dylan.
Likte aldri å være ung. Men har funnet roen.
Quelle
Tore Bø · Bergensavisen · 1. März 2000 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC-ND 4.0