Interviews
Mystisk Leven
- Medium
- Arbeiderbladet (Oslo)
- Autor
- Cathrine Sandnes
- Datum
- 26. April 1995
- Seite
- 46
- Sprache
- Norwegisch
- Zugang
- Frei lesbar
Interview am Tag seines Konzerts im Rockefeller, Oslo, im Rahmen einer „magischen Woche“ zum Thema Heilung. Der Vorspann: Der Kultheld habe mit Drogen aufgehört und sich stattdessen auf Whisky-Produktion verlegt. Leven sagt zum Albumtitel, den Robert Bly bei einer Gelegenheit hingeworfen habe, an die er sich kaum erinnere, er habe keine klare Idee, was er bedeute – mystisch sei das Mysterium selbst. Sandnes erinnert an Doll by Doll und die Stille nach dem Überfall, gebrochen nur durch Mike Scotts kryptischen Dank auf This Is the Sea (Leven habe ihn „den Bus nehmen“ lassen).
Leven erzählt nüchtern, nach dem Überfall habe er die Stimme verloren, ein paar Jahre zu Hause gesessen und Heroin genommen; die Stille habe ihn an einen bekannten Ort zurückgeführt. Seine Texte handelten von universeller Einsamkeit und der Notwendigkeit, das Alleinsein anzunehmen; er schreibe gern über Traurigkeit, aber „auf liebevolle Weise“, Humor sei die Basis des Lebens. Mit Nick Drake, Syd Barrett oder Kevin Ayers verglichen zu werden, lehnt er ab: Er sei weder tot noch Junkie noch verrückt, arbeite allerdings mit vielen Verrückten. Sich selbst beschreibt er als rauen, harten, poetischen Kerl. Den Whisky habe er als Witz begonnen und dann die Verwandtschaft von „spirit“ und „sprit“ entdeckt.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
Jeg er en røff, tøff og poetisk fyr
jeg bestreber meg på å være trist på et kjærlig vis
Quelle
Cathrine Sandnes · Arbeiderbladet (Oslo) · 26. April 1995 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC 4.0