Jackie Leven

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Porträts

Porträt/Rezension: Sigøyner i blodet – JACKIE LEVEN «The mystery of love is greater than the mystery of death»

Medium
Fremtiden (Drammen)
Autor
Johnny Andreassen
Datum
20. August 1994
Seite
29
Sprache
Norwegisch
Zugang
Frei lesbar

Der Drammener Musikjournalist Johnny Andreassen bespricht Levens Solodebüt (Amigo) in der Lokalzeitung Fremtiden unter der Überschrift „Sigøyner i blodet“, „Zigeunerblut“ im Titel. Wie eine Katze habe der frühere Kopf der „sagenumwobenen“ Doll By Doll zweifellos mehr als ein Leben: Überdosen und Überfälle auf Londons Straßen samt Würgeversuchen hätten ihn längst ins Grab bringen müssen, doch er habe sich unbemerkt zurück ins Leben gekrallt, nachdem er in das Schottland seiner Kindheit heimgekehrt sei, und sei dort mit einem „Perlen“-Album aufgeblüht. In den späten Siebzigern sei er das Heißeste auf den Londoner Clubs gewesen, mit einer Ausstrahlung, die einem Jim Morrison kaum nachstehe, und besitze eine der schönsten und charismatischsten Stimmen der Welt.

Ein Abschnitt unter der Zwischenüberschrift „Avvenning“ (Entzug) beschreibt, dass Leven 1985 die Entzugseinrichtung CORE gegründet habe, die mit neuen Behandlungsmethoden sehr gute Ergebnisse vorzuweisen habe und, so der Artikel, vom Prinzen von Wales, Genesis, Eric Clapton und Mike Scott von den Waterboys unterstützt werde. Die Einrichtung helfe Menschen aus einer Klemme, die Leven selbst vor einigen Jahren fast das Leben gekostet hätte.

Zur Musik: Leven habe Zigeunerblut in den Adern, und diese Rastlosigkeit präge seine Musik seit jeher; starke Gefühle wirbelten durch Texte und Melodien. Sein Freund, der amerikanische Dichter Robert Bly, lese auf dem Album Gedichte, und gegen Ende übernehme Levens Melodie und verstärke die Stimmung auf selten wirkungsvolle Weise. Mike Scott und der Jazzsaxofonist Ed Jones wirkten mit. Die Musik spiegle schottische Folkmusik und einen eigenwilligen Troubadour-Pop; allein Levens Stimme sei den Preis wert, besonders bei „Call mother a lonely field“ (gemeint wohl „Cold Mother of Lonely Fields“). Das Album sei besser als ein guter Film, und Andreassen ist sich sicher, dass es zu den drei, vier Platten gehört, die er am Jahresende am dichtesten an sein Herz drücken werde.

Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.

Bare Jackies stemme alene er verdt hele prisen.

Andreassen über Levens Stimme

at dette albumet er ett av de tre-fire jeg vil trykke nærmest til mitt bryst når 1994 er historie, er jeg helt sikker på!

Andreassens Schlussurteil

Quelle

Johnny Andreassen · Fremtiden (Drammen) · 20. August 1994 · Nasjonalbiblioteket · CC BY-NC 4.0