Interviews · Ausgewählt
Bandporträt mit Interview: „Chris Westwood dresses Doll By Doll up“
- Medium
- Record Mirror
- Autor
- Chris Westwood
- Datum
- 18. November 1978
- Seite
- 14
- Sprache
- Englisch
- Zugang
- Online
Einseitiges Record-Mirror-Porträt, in dem Chris Westwood – später der wichtigste Fürsprecher der Band bei Record Mirror – Doll by Doll vor Erscheinen des Debüts vorstellt. Er beginnt mit der Kleinschreibung nach E. E. Cummings, die Leven übernommen habe, und verortet die Band auf einer Achse von Cochran und Holly über Velvet Underground in etwas Zukünftiges. Automatic Records, das neue Projekt von Nick Mobbs, habe Doll by Doll als erste Band unter Vertrag genommen; während der Text entsteht, arbeiten Leven (Gitarre, Gesang), David McIntosh (Schlagzeug), Robin Spreafico (Bass) und Jo Shaw (Gitarre) am Album. Das Interview fand im Squat der Band in Maida Vale nahe der U-Bahn Warwick Avenue statt, allerdings nur mit Shaw und McIntosh. Shaw erklärt die Verbindung zur Philadelphia Association (Wohngemeinschaften für Menschen in psychischen Krisen, getragen von R. D. Laings Ideen): Die Band habe Benefizkonzerte gespielt und einen Teil des Automatic-Vorschusses gespendet, doch die Verbindung sei in anderen Artikeln übertrieben worden – ebenso der Einfluss Artauds, der vor allem Leven inspiriert habe. McIntosh berichtet, er habe etwa zweieinhalb Jahre zuvor in Dorset mit Leven in einer anderen Band gespielt, die nie aufgetreten sei; nach deren Ende sei er ins Ausland gegangen, dann hätten sich Shaw, Leven, Spreafico und er gefunden – vor etwa einem Jahr. Seitdem knapp hundert Konzerte, Support für John Otway und Ultravox, als Nächstes die Devo-Tour mit zwei Abenden im Hammersmith Odeon. Beide sprechen über das Risiko auf der Bühne („wie auf einem Drahtseil“). Erwähnt wird auch Levens früheres, nur in Spanien erhältliches Album. Tenor: enthusiastisch, die Band als echte, kompromisslose Alternative zum kommerzialisierten Punk.
Zusammenfassung in eigenen Worten; den Wortlaut enthält das Original.
When we goon stage it's like walking a tightrope every time.